Gebrannte Massbleche

In der Blechbearbeitung gehören autogen- sowie plasmageschnittene Brennteile zu den häufigsten angewendeten Fertigungsverfahren. Diese Brennverfahren gehören nach wie vor zu den wirtschaftlichsten Lösungen für legierte und unlegierte Stähle.

Neue Technologien haben in den letzten Jahren, vor allem bei den Brennschneidanlagen, zu einer enormen Entwicklung geführt. So sind engere Toleranzen aber auch eine hohe Schneidgenauigkeit wegen den verbesserten Maschinenkomponenten möglich.

Nebst unserem vielfältigen Dienstleistungsangebot liefern wir Ihnen gebrannte Massbleche in den verschiedensten Ausführungen. Unser Leistungsangebot entnehmen Sie bitte dem beigefügten Datenblatt.

Information Primern Oberflächen

Vermehrt werden Oberflächen, anstelle der üblichen Zinkbeschichtung, mit einem Primer gespritzt. Die schadstoffreduzierte Hydro-Spritzgrundierung garantiert Oberflächen von höchster Beständigkeit mit erstklassigen filmtechnologischen Eigenschaften.

Primer Grundierungen weisen einige Vorteile auf. So kann eine geprimerte Oberfläche direkt als Grundierung verwendet werden und 1- oder 2- Komponenten Überlackierungen sind möglich.

Hydro-Spritzgrundierungen sind nicht nur ökologisch, sondern bieten zudem eine optimale Haftung auf dem Material. Bearbeiten und Schleifen der Oberflächen sind wie gewohnt möglich und unter 25my Schichtdicke hat die Grundierung keine Auswirkung auf die Schweisseignung.

Ein kathodischer Oberflächenschutz wird noch in seltenen Fällen benötigt. Wir bitten Sie jedoch, die für Sie erforderliche Oberflächenbehandlung vorgängig abzuklären.

Weitere Angaben und Daten zur Oberflächenbehandlung mit Primer finden Sie im Datenblatt Primer. Gerne stehen wir Ihnen für Fragen zur Verfügung.

Informationen Weissrost

Weissrost ist die Bezeichnung für Korrosionsprodukte, die unter bestimmten Bedingungen auf der Zinkoberfläche gebildet werden. Er tritt oft nach der Verzinkung auf und ist unerwünscht, da er den Korrosionsschutz mindert oder unansehnlich ist.
Hohe Luftfeuchtigkeit beim Transport aber auch kurze Temperatursprünge bei eingeschränktem Zugang von CO2  mit unzureichender Belüftung können die Ursache für Weissrost sein. So auch, wenn warme Luft  in den Lagerbereich gelangt und das noch kalte Material beschlägt.

Gegen Weissrost gibt es keinen vollständigen Schutz und er kann bei sendzimir- (SVZ) und elektrolytisch (EVZ) verzinkten Blechen bzw. bei allen verzinkten Produkten auftreten.
Eine Massnahme um Weissrost zu verhindern ist, das Material bei längerer Einlagerung  sicher in Korrosionsschutzfolien zu verpacken. Trockene Luft  mit einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 55% oder eine ausreichende Umwälzung der Luft im Lagerbereich sorgen für einen optimalen Schutz gegen Weissrost.

Bitte prüfen Sie daher Lieferungen von verzinkten Produkten auf Weissrost sofort nach Empfang der Ware.
Eine Beanstandung nach Einlagerung oder Weiterverarbeitung können wir sonst nicht mehr anerkennen oder bei unseren Lieferwerken geltend machen.

Informationen EU-Richtlinien 2002 / 95 / EG (RoHS)

Die EU-Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten regelt die Verwendung von Gefahrstoffen in Geräten und Bauteilen. Sie wird zusammenfassend mit dem Kürzel RoHS  bezeichnet.

Das Ziel ist, im Zuge der massiven Ausweitung von Wegwerfelektronik problematische Bestandteile aus den Produkten zu verbannen. Dies hat direkte Auswirkung auf die gesamte Lieferkette und in letzter Konsequenz auch für den Verbraucher.

Die Richtlinie ist erforderlich um das angestrebte Niveau des Schutzes der Gesundheit von Mensch, Tier und der Umwelt sicherzustellen. Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass ab dem 1. Juli 2006 neu in Verkehr gebrachte Elektro- und Elektronikgeräte kein Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom (Chrom-VI) usw. enthalten.

Folgende Produkte aus unserem Feinblechsortiment müssen ab dem festgelegten Zeitpunkt ohne Chrom-VI produziert werden:

Elektrolytisch- verzinktes und Sendzimirverzinktes Material mit 99% Zinkgehalt sowie Materialien mit Überzügen in Zink-Alu, Alu-Zink und Zink-Silizium

Die meisten Stahlwerke innerhalb der EU haben bereits auf das erlaubte Chrom III umgestellt oder produzieren chromfrei. Wenn Sie Chrom-VI- freies Material benötigen sind wir darauf angewiesen, dass wir diese Information zum Anfragezeitpunkt, jedoch spätestens bei Bestellung kennen.

Volatilität der Stahlpreise

Die Preisentwicklung war 2010, nach einem leichten Anstieg bis Mitte Jahr, grundsätzlich moderat. Ab November zeichnete sich jedoch wieder ein erster spürbarer Anstieg der Stahlpreise ab. Die Flutkatastrophe in Australien, einer der weltweit grössten Kohlelieferanten, gab zusätzlich Anlass über eine mögliche Verknappung auf der Rohstoffseite nachzudenken.

Massgebend für die internationalen Stahlpreise sind die volatilen Rohstoffpreise für Eisenerz und Schrott, die wegen ihren kurzfristigen Schwankungen zunehmend zur  grossen Herausforderung für Produzent, Handel und Verbraucher werden.

Die Versorgung mit Rohstoffen sichert man heute nicht mehr mit längerfristigen Lieferkontrakten ab. Im Gegenteil, Liefervereinbarungen werden vielmehr auf einem kürzeren Zeithorizont ausgehandelt. Finanzkrisen, regionale Unruhen und Katastrophen mit unverhältnismässigen Auswirkungen beeinflussen dabei den schon kurzlebigen Preistrend und beeinträchtigen gelegentlich die kontinuierliche Versorgung mit Rohstoffen.

Konsequenzen der Volatilität sind ständige Preisänderungen, Angebote nur mit Vorbehalt und kurzer Gültigkeit sowie längere Lieferzeiten bei den Stahlwerken. Längerfristige Preisvereinbarungen sind so fast nicht mehr möglich oder beinhalten, zumindest für den einen oder anderen Geschäftspartner, ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Volatile Stahlpreise führen unter solchen Umständen zu einer vorsichtigen und womöglich suboptimalen Einkaufsdisposition und hemmen gelegentlich eine konstante und hinreichende Versorgung mit Stahlprodukten auf der gesamten Lieferkette.

Profilhersteller verzichten auf Veröffentlichung des Schrottzuschlages

Verschiedene Trägerhersteller haben sich von der Veröffentlichung ihres Schrottzuschlages verabschiedet. Dennoch muss darauf hingewiesen werden, dass der Schrottpreis weiterhin ein relevanter variabler Kostenbestandteil ist.

Ab dem 1. Juli 2010 wird der Schrottpreis für Träger in unsere Angebote bzw. Verkaufspreise eingerechnet.